Auseinanderleben

auseinanderlebenAuseinanderleben – ein Beziehungskiller mit negativen Effekten

Eine lange Partnerschaft gilt es zu pflegen. Die vielen schönen Momente mit den kribbelnden Gefühlen, der körperlichen Anziehung und dem gegenseitigen Vertrauen haben aber auch ihre Schattenseiten. Dabei ist das Auseinanderleben immer auch aus verschiedenen Blickwinkeln zu sehen. Die Vertrautheit von langjährigen Paaren ruft bei Singles Neid hervor, für die beiden Partner kann sie aber zum Test für die Beziehung werden.

Nur zwei Individuen ergeben eine Beziehung

Sucht man nach den Gründen für das Auseinanderleben, können diese ganz unterschiedlich sein. Ein Klassiker, der noch dazu kaum überraschend ist, ist die schlichte geografische Distanz. Wenn Paare häufiger und länger voneinander getrennt sind, kann das zu einer Entfremdung voneinander führen. Aber auch Paare, die sich jeden Tag sehen, können sich auseinanderleben. Häufig tritt dieses Phänomen dann auf, wenn beide Partner das Gefühl haben, dass sie sich gegenseitig nichts mehr zu sagen haben. Vorbei sind die Momente, in denen man stundenlang mit dem Partner reden und ganze Nächte lachend verbringen konnte. Stattdessen stellt sich eine unangenehme Gewohnheit ein, in der man schon vorher weiß, was der Partner machen, sagen oder wie er reagieren wird.

Ein beliebtes Sprichwort sagt: “in einer Beziehung ergeben 1+1 = 3”. Gemeint ist hier, dass beide Partner trotz der Beziehung immer Individuen sind, die ihre eigenen Vorstellungen, Sehnsüchte und Wünsche haben. Normalerweise versucht man in einer Beziehung diese miteinander zu kombinieren. Zum Auseinanderleben kann es dann kommen, wenn diese individuellen Wünsche zu viel für eine Beziehung werden und aktiv gegen das Bestehen dieser arbeiten. Wenn der Partner zu einem roten Tuch in der Beziehung wird, sich die eigenen Wünsche nicht mehr kombinieren lassen oder sich schlicht ein fast schon apathischer Stillstand eingestellt hat, muss entweder aktiv an der Beziehung gearbeitet oder diese beendet werden.

Auseinanderleben bedeutet auch Langeweile zu empfinden

Langeweile und das Auseinanderleben sind in der menschlichen Gefühlswelt eng miteinander verbunden. Menschliche Beziehungen haben aber keine Reset-Taste. Es ist nicht möglich, einen Schalter umzulegen und den eigenen Partner dann von einer völlig neuen Seite zu erleben. Deshalb gilt es die Beziehung interessant zu halten und zugleich Kompromisse einzugehen. Denn das schlimmste Gefühl in einer Beziehung ist eine Entfremdung. Es hilft sich die folgende Frage zu stellen: “würde mich mein Gegenüber noch genauso in seinen Bann ziehen und begeistern, wenn ich ihn neu kennenlernen würde und unsere Vergangenheit nie gewesen wäre?”. Schließlich würde man sich auch nicht auf einen Fremden einlassen – selbst wenn es der Partner sei, der fremd geworden ist.

Um das zu verhindern, sollte aus Vertrautheit keine Bequemlichkeit werden. Man muss sich körperlich nicht gehen lassen, nur weil man nun in einer Beziehung ist. Zugleich gilt es die Lethargie und den Stress des Alltags zu überlisten. Am besten mit vielen kleinen und regelmäßigen Tricks. So könnte man dem Partner doch einmal eine neue Seite von sich vorstellen, ihn mit etwas überraschen oder sich einfach Zeit nehmen, um ihn zu verwöhnen. Es gilt füreinander da zu sein, ohne sich gegenseitig langweilig zu werden. Solang eine Beziehung prickelt, ist auch das Auseinanderleben quasi ausgeschlossen.