Das verflixte 2te Jahr

2te JahrBei fast allen Paaren ist der Anfang der Beziehung prickelnd und aufregend. Alles ist toll und es ist unvorstellbar, dass dies jemals anders sein könnte. Dennoch gibt es nach rund zwei Jahren oftmals einen kleinen Tiefpunkt und Ernüchterung. Die rosarote Brille ist weg und plötzlich sehen wir den Partner aus anderen Augen. Mittlerweile stören uns auch einige der Charaktereigenschaften, die wir vorher gar nicht wahrgenommen haben. Nachfolgend erfährst Du, welche Probleme im verflixten 2. Jahr auftreten und schlimmstenfalls sogar zur Trennung  führen können. Zudem erhältst Du Tipps, wie ihr das 2. Jahr am besten meistert.

Die ersten Änderungsversuche

Anfangs erscheint alles am Partner toll und perfekt. Doch im 2. Jahr zeigen sich plötzlich Eigenschaften, die uns nun nicht mehr so gefallen und die wir am liebsten ändern würden. Dies wird oftmals offen formuliert und der Partner nicht selten damit verletzt. Es besteht der Wunsch, ihn dazu zu bringen, dass er sich künftig anders verhält und in bestimmten Situationen entsprechend handelt. Was es auch immer sein mag, am Anfang hat vieles für Schmetterlinge im Bauch gesorgt, doch später stören einen genau diese Eigenarten. Wir haben den anderen schlichtweg idealisiert. Den Partner umbiegen und die Persönlichkeit verändern zu wollen, wie man es selbst gerne hätte, ist jedoch ein Fehler. Dies hat schon oft zu einer Trennung geführt.

Die Gefühle verändern sich

Am Anfang der Beziehung sprühen die Glückshormone nur so und man kann sich gar nicht oft genug sehen. Am liebsten würde man jede Minute miteinander verbringen. Im 2. Jahr ist meist bereits die gemeinsame Wohnung bezogen. Jetzt könnte eigentlich Geborgenheit einkehren und das Glück perfekt sein. Doch irgendwie stellen sich andere Gefühle ein. Statt pures Glück macht sich Gewohnheit breit. Dass sich die Gefühle wandeln, ist jedoch durchaus normal. Aus stürmischer Verliebtheit wird eine vertraute Liebe, die meist nicht mehr aufregend und spannend, sondern warm und schön ist. In der Übergangsphase kann sich dies fremd anfühlen und verunsichern. Daher ist es wichtig, sich klar zu machen, dass alles gut so ist, wie es ist.

Jeder möchte erst einmal wieder eigene Wege gehen

Nach der ersten Phase der Verliebtheit ist der Wunsch oftmals nicht mehr so groß, jede freie Minute an der Seite des Partners zu sein. Vielleicht möchte man mehr Zeit mit seinen Freunden verbringen oder es besteht das Bedürfnis, wieder seinem Hobby nachzugehen. Dies kann dazu führen, dass sich der andere plötzlich zurückgesetzt, vernachlässigt und weniger geliebt fühlt. Daraus entwickelt sich im verflixten 2. Jahr häufig eine erste Krise. Es ist wichtig, zu verstehen, dass es völlig normal ist, dass Menschen nach etwa einem Jahr wieder “eigenständige” Persönlichkeiten werden. Dies hat nichts mit dem Partner zu tun. Nur, wer seine Eigenständigkeit bewahrt, ist ein zufriedener und glücklicher Partner. Es sollte jedoch auf ein optimales Verhältnis aus Nähe und Freiraum geachtet werden.

Fazit

Jede Beziehung beginnt glücklich, doch im 2. Jahr kehrt der Alltag ein und man sieht den Partner aus anderen Augen. Zum Scheitern verurteilt sind zudem Beziehungen, in denen plötzlich viel oder falsch gestritten wird. Eine gut funktionierende Partnerschaft erfordert viel Liebe, Toleranz, Verständnis, Kompromissbereitschaft und eine gute Kommunikation. Auch schöne Ereignisse tun ihr gut. Sie festigen und stärken sie.