Schnarchen

Schnarchen als nächtliche Beziehungsprobe

SchnarchenZahlreiche Paare kennen das Problem: Auf einer Seite des Bettes ertönen Nacht für Nacht Schnarchgeräusche, die auf der anderen Seite das Einschlafen erschweren und das Durchschlafen unmöglich machen. Das hinterlässt auf Dauer physische und psychische Spuren – der Körper benötigt nun mal seine Ruhephasen und reagiert auf ständige Unterbrechungen des gesunden Schlafzyklus mit Abgeschlagenheit, Nervosität und Gereiztheit. Doch auch, wer schnarcht, kann unter den Folgen leiden, wenn Atmung und Sauerstoffzufuhr beeinträchtigt sind.

Erster Schritt: Offenheit

In einer Partnerschaft haben beide Beteiligten ein Recht auf erholsamen Schlaf und schnarchen ist keine Böswilligkeit – das sollten Sie sich stets vor Augen führen. Zunächst ist es daher wichtig, die Problematik offen anzusprechen. Diese Aufgabe obliegt in der Regel der Person, deren Schlaf durch das Schnarchen gestört wird. Selbstverständlich kann sich auch die schnarchende Person beeinträchtigt fühlen, wenn von der anderen Seite des Bettes nächtliche Schubser und Rippenstöße den Schlaf unterbrechen. Letzteres löst kaum das Problem: Gegenseitiges Verständnis und die Lösungsfindung im Sinne aller Beteiligten sind zielführender.

Wer leidet eigentlich mehr unter dem Schnarchen?

Bedenken Sie, dass nicht nur das ständige Aufwachen durch die Geräuschkulisse belastend ist, sondern unter Umständen auch die Geräuscherzeugung selbst unangenehme Nebenwirkungen haben kann. Das hängt jedoch von der Art des Schnarchens ab: Ein regelmäßiges rasselndes Geräusch, erzeugt aufgrund der nächtens schlafferen Muskulatur und des flatternden Gaumensegels beim Atmen, ist meist eine harmlose Variante.

Schweres, unregelmäßigeres Schnarchen hingegen, das tiefer aus der Kehle zu dringen scheint und oft sehr viel lauter ist, kann den Schlaf auf ganzer Linie beeinträchtigen: Es zehrt an den Nerven, wenn das sägende Geräusch immer wieder aus dem Schlaf reißt – Nacht für Nacht. Allerdings ist diese Art des Schnarchens häufig ebenfalls mit einer gestörten Ruhephase verbunden, wenn damit Atemaussetzer und eine mangelnde Sauerstoffversorgung einhergehen.Die Problematik liegt in diesem Fall also noch wesentlich tiefer als die – deshalb keinesfalls zu vernachlässigende – Störung des Allgemeinbefindens und Belastung der Partnerschaft.

Geeignete Maßnahmen ergreifen

Die leisere, regelmäßige Form des Schnarchens ist weniger störend, wenn nicht auf der anderen Seite des Bettes ein sehr leichter Schlaf ohnehin schnell gestört wird. Dann könnte ein einfacher Geräuschschutz in den Ohren bereits die Lösung sein. Handelt es sich eher um die Geräuschkulisse eines Sägewerk, können die Ursachen unterschiedlich sein. So ist es möglich, dass abendlicher Alkoholkonsum das Schnarchen verstärkt. Um der Beziehung Willen könnte dieser eingeschränkt werden oder Sie entscheiden sich in solchen Nächten von Vornherein für getrennte Schlafplätze. Daneben gibt es allerlei Mittel im Handel, die das Schnarchen grundsätzlich lindern können – eine Garantie dafür gibt es jedoch nicht.

Eventuell ist eine ärztliche Untersuchung sinnvoll. In einem Schlaflabor kann der Ursache des Schnarchens ebenfalls näher auf den Grund gegangen werden, um langfristig geeignete Maßnahmen zu ergreifen und vor allem auch ernste gesundheitliche Folgen zu vermeiden.

Letztendlich ist die Einrichtung zwei getrennter Schlafzimmer, sofern räumlich möglich, immer eine Lösung, um Schlafstörungen durch Schnarchgeräusche aus dem Weg zu gehen. Das kann die Beziehung sogar bereichern und das nächste Rendezvous so richtig spannend machen.

Versuchen Sie in jedem Fall, gemeinsam eine Lösung zu finden, die Ihrer Beziehung gut tut!